Die Waldorfschulen haben das Sitzenbleiben und auch das übliche Zensurensystem in der Unter- und Mittelstufe abgeschafft. In den Zeugnissen gehen die Lehrer ausführlich auf die Persönlichkeitsentwicklungen und auf die Lernfortschritte ihrer Schüler ein. Die Waldorfpädagogik richtet sich nach den Entwicklungsphasen der Kinder und der Jugendlichen. Deshalb ist nicht der Wissenstand, sondern die Gesamtentwicklung entscheidend. So bleiben die Schüler nach Möglichkeit von der ersten bis zur zwölften Klasse in einer festen Klassengemeinschaft.

Die Schüler schließen die Schule mit der Mittleren Reife (11. Klasse), Fachhochschulreife oder dem Abitur (13. Klasse) ab. Alle Prüfungen sind gleichwertig zu den staatlichen Prüfungen und somit staatlich anerkannt.