Was ist die Monatsfeier?

Die Monatsfeier ist in gewissem Sinne das „Herz“ der ganzen Waldorfpädagogik; die Klassen zeigen, was sie im Unterricht erarbeitet haben, sodass für den Zuschauer ein lebendiges Bild quer durch alle Altersstufen entsteht.

Als Eltern freut man sich, die eigenen Kinder innerhalb ihrer Klasse zu erleben. Gleichzeitig können alle Interessierten aber auch einen Eindruck gewinnen von dem, was an der Schule lebt. Welche Schwerpunkte setzt die Schule, welche Klassen treten auf und welche Fächer sind vertreten?

Für Schüler und Lehrer bildet die interessierte Elternschaft eine nicht zu unterschätzende Hülle, in der sich das Schulleben gedeihlich entwickeln kann.

Zuletzt sei noch ein Aspekt erwähnt, der mit der ursprünglichen Intention der Monatsfeier wenig zu tun hat, aber unseren Zeiterfordernissen entspricht. Dadurch, dass fast alle Fächer einen Einblick in ihre pädagogische Arbeit gewähren, stellen Monatsfeiern für die Schule eine besondere Möglichkeit dar, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Eindrücke von Monatsfeiern

29. September 2018

Wann findet die Monatsfeier statt?

Monatsfeiern finden etwa drei bis vier Mal im Jahr statt, sie sind öffentlich.

Sie finden die Termine in unserer Veranstaltungsübersicht und im Schulkalender.

Wie entstand die Monatsfeier?

Seit der Begründung der ersten Waldorfschule 1919 gehören Monatsfeiern wie selbstverständlich zum Profil der Waldorfpädagogik. Wie sind sie entstanden, was war ihre ursprüngliche pädagogische Zielsetzung, was ist im Verlauf von über 90 Jahren daraus geworden und welches pädagogische Anliegen verbinden wir heute mit einer Monatsfeier?

Im württembergischen Schulgesetz gab es 1919 eine Regelung, nach der an jedem ersten Montag im Monat schulfrei war. Rudolf Steiner regte an, diesen Tag für eine Schulfeier zu nutzen. Bei ihrer Gestaltung legte er besonderen Wert auf die Berücksichtigung der jahreszeitlichen Stimmung. Die Schüler sollten sich gegenseitig das im Unterricht Erarbeitete zeigen. Es blieb nicht bei der Feierstunde am Montag, da Rudolf Steiner den Donnerstag bevorzugte. Die nun einmal im Monat stattfindende Zusammenkunft der Schulgemeinschaft wurde Monatsfeier genannt.